Busse

Die Kommunikation über COMBUS und DECBUS läuft über ein ganz einfaches serielles Protokoll (UART) mit den Parametern 9P1 (9Bit, Parity, 1 Stopbit) bei einer Datenrate von 1MBit/sec. Das 9te Bit wird als Frame-Bit genutzt, um den Start eines neuen Datenpakets anzuzeigen.

Der Unterschied zwischen beiden Bussen ist, daß der COMBUS dazu gedacht ist, das Netzwerk an sich aufzubauen. Der DECBUS bildet dann nur noch das letzte Stück zu den FDECs selbst und versorgt die FDECs auch mit den notwendigen Versorgungsspannungen (5V und 18V). Hintergrund ist, daß nicht auf jedem FDEC nochmal ein 5V-Spannungsregler benötigt wird. Außerdem werden auf dem DECBUS die Signale RXD und TXD zu einem bidirektionalen Signal zusammengelegt, um eine Leitung einzusparen.

Manche FDECs benötigen nur 5V als Versorgung (Belegtmelder, LED-Ausgänge), andere brauchen auch 18V (Weichenantriebe mit Magnetspulen, Servodecoder mit hohem Strombedarf). Der Booster-FDEC benötigt als einziger eine direkte 18V / 5A-Versorgung.

Die Steckverbinder gibt es unter verschiedenen Handelsnamen. Bei Reichelt findet man sie unter dem Namen 'Micro-Match'. Die 4poligen Stecker und Buchsen kosteten dort nur je ca 20 Cent (hab gerade mal nachgeschaut - hat sich auch schon mehr als verdoppelt. Zum Glück hab ich noch Vorräte).

COMBUS Belegung

Pinnr. Farbe Name Funktion
1 sw VCC 5V, Versorgung der HUB4 und der Optokoppler der HUB18
2 ws GND Masse
3 gr TXD Daten USB → FDEC
4 vi GND Masse
5 bl RXD Daten FDEC ← USB
6 gn GND Masse

DECBUS Belegung

Pinnr. Farbe Name Funktion
1 br VCC 5V, Versorgung der FDEC-Logik und der LED-Ausgänge
2 rt UB 18V, Versorgung der Leistungsausgänge
3 or RXD/TXD Daten USB ↔ FDEC
4 ge GND Masse

Die Farbzuordnung kommt daher, daß ich ein 10poliges farbcodiertes Flachbandkabel verwende und es auftrenne. Die ersten 4 Adern (Farbcodierung 1=braun, 2=rot, 3=orange, 4=gelb) verwende ich für den DECBUS, die anderen 6 (5=grün, 6=blau, 7=violett, 8=grau, 9=weiss, 10=schwarz) für den COMBUS.

Und das soll störungsfrei funktionieren? Ja! Tut es. Das Netzwerk ist konsequent sternförmig aufgebaut. An kritischen Stellen sorgen Isolatoren (früher Silicon Labs SI842x, neuerdings verkauft an Texas Instruments z.B. als ISO6421DR) dafür, daß keine Masseschleifen entstehen. Die Leitungstreiber sind bewusst relativ langsam, so daß an den (fehlangepassten) Eingängen keine Reflexionen entstehen. Die Datenrate von 1MBit/sec ist völlig ausreichend, wenn man kein unnötiges "Geschwafel" überträgt.

Die längste Verbindung auf meiner Anlage ist
USB Root
   4m COMBUS
HUB4
   0,5m COMBUS
HUB4
   1m COMBUS
Steckverbinder SUBD 9pol im Deckel einer Unterputzdose
   10m 4adrige alte Telephonleitung in Leerrohr
HUB4 in Unterputzdose
   5m 4adrige alte Telephonleitung in Leerrohr
Rundstecker in Lampengehäuse
    0,2m Flachbandkabel
FDEC DIMMER in Deckenlampe (16 mal)

Läuft absolut störungsfrei.

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