Für meine geplante Anlage reichen 1-2 Netzteile definitv nicht aus. Ich habe alleine 20 Booster vorgesehen (maximal können 200 Züge auf der Anlage stehen! Ja, ich weiss, ich bin bekloppt. Aber 30 Jahre lang Schachtelbahner hat eben Folgen), die schon jeweils max 90W ziehen können. Dazu kommen Hunderte Funktionsdecoder, von denen auch viele (kurzzeitig) deutlich Leistung ziehen können, wie z.B. Magnetantriebs-Decoder (Weichenantriebe!). Momentan gehe ich von 28 Netzteilen 15-18V / 100W aus.
Klingt nach Overkill, aber diese Leistung wird ja nicht permanent abgerufen.
Jetzt kommt das Problem, daß mein Sicherungskasten Amok läuft, wenn ich 28 Schaltnetzteile gleichzeitig einschalte. Der Stromimpuls haut jede normale Sicherung raus.
Also muss ich irgendwas vorsehen, um die Schaltnetzteile sequentiell zeitlich versetzt einzuschalten.
Ausserdem will ich die Schaltnetzteile gerne auf Ausgangsstrom und -Spannung überwachen, um bei Problemen rechtzeitig eingreifen zu können.
Die dazu notwendige Schaltung war so umfangreich, daß ich sie auf 2 Platinen á ca 30cm * 10cm aufteilen musste (Vorgabe vom Leiterplattenhersteller, 60cm Breite is nich!).
Das Gesamtergebnis ist diese Monster-Power Plant:
Teil 1: WATCH1
Links unten ist das PCB WATCH1. Es enthält die 28 Relais, um die Schaltnetzteile darüber nacheinander einschalten zu können, NTCs, die den Einschaltstrom etwas begrenzen, Sicherungen, die Treiber für die Relais und einen AC/DC-Wandler für die eigene Spannungsversorgung.
Teil 2: WATCH2
Rechts unten ist das PCB WATCH2. Es enthält den Microcontroller mit dem üblichen Atmel ATMEGA168, den COMBUS Port, 28 Stromsensoren und Spannungsteiler, Multiplexer für die ADC-Inputs des Atmel und Ausgangssicherungen.
WATCH1/WATCH2 verhält sich im Netzwerk wie ein ganz normaler Funktionsdecoder FDEC.
Sorry für das Bildformat, aber das alte CAD kann keine vernünftigen Bilder exportieren, und wenn ich das in zB Paint verkleinere, verschwinden Signale und Text.