Ursprünglich wollte ich alle Lichtsignale mit dem FDEC LED ansteuern. Allerdings ist es sehr mühsam, auf dem Rücken liegend unter der Platte fast ein Dutzend Leitungen je Signal abzuisolieren und an den LED anzuschrauben. Dazu ist das meistens keine Litze, sondern eine einzelne Ader, die sehr leicht abbricht.
Daher habe ich eine Art Mini-FDEC SIGNAL entwickelt, der schon auf dem Arbeitstisch bequem direkt an ein Lichtsignal angelötet werden kann. Die Leiterplatte hat eine Breite von gerade mal knapp 5mm und kann daher durch die Befestigungsbohrung für die Lichtsignale durchgeschoben werden. Für die Ansteuerung und die Stromversorgung genügt eine Zweidrahtverbindung (GND / DATA). Um die anzusteuern, habe ich einen weiteren FDEC SIGNALHUB entwickelt, siehe weiter oben!
Die Kommunikation läuft so ab:
- Auf DATA liegen normalerweise +5V. Die versorgen den Microcontroller und die Leds.
- Wenn der SIGNALHUB was senden will, zieht er DATA kurz nach unten. Kurzer Puls = 0, langer Puls = 1.
- Wenn der SIGNALHUB Daten von SIGNAL lesen will, dann sendet er
erst ein entsprechendes Kommando. Danach holt er die Daten so ab:
- SIGNALHUB zieht DATA ganz kurz nach unten und lässt es dann floaten.
- SIGNAL erkennt die fallende Flanke. Wenn er eine 0 senden will, zieht er DATA seinerseits nach einer kurzen Zeit nach oben und lässt DATA dann los. Wenn er eine 1 senden will, wartet er etwas länger.
- SIGNALHUB überwacht DATA und stellt fest, wann DATA wieder nach oben geht (oder ob SIGNAL überhaupt nicht geantwortet hat -> Fehler!). Dann legt er DATA wieder fest auf +5V. Der Microcontroller auf SIGNAL hat bis dahin aus dem Stützkondensator C1 'gelebt'.
Status: die bestückten Boards für SIGNAL sind geliefert und liegen auf dem Tisch, ich bin aber noch nicht zur Inbetriebnahme gekommen.
Ach ja, Kosten bei JCBPCB (ohne Steckverbinder): ca €2,20 je Board incl Bestückung, Zoll/Steuer, bei 75 Stück (15 je Panel, damit man auf das Mindestmaß eines PCB kommt, und dann Mindestbestellmenge 5 Stück...)
Dieses Board könnte man auch zur Beleuchtung von Gebäuden einsetzen.
(Der dritte Anschluss UPDI wird nur für die Programmierung des ATTINY gebraucht und bleibt im normalen Betrieb offen)
Links P1/P2/P3, rechts und auf der Unterseite Pads zum Anlöten des Lichtsignals.